Masern-Mumps-Röteln-Impfung: Wie ein Impfstoff zu Unrecht in Misskredit gebracht wurde
Deutsches Ärzteblatt 104, Ausgabe 4 vom 26.01.2007,
MEDIZINREPORT
In dieser Ausgabe wird aufgedeckt, wie der MMR- Impfstoff (Masern- Mumps- Röteln)- ein eminent wichtiger Impfstoff in der Kinderheilkunde -, durch skrupelloses wissenschaftliches Fehlverhalten und persönliche Bereicherung in Misskredit gebracht wird. Nur dank gründlicher
Nachforschungen von Reportern der englischen Zeitung „Sunday Times“ konnten diese Machenschaften aufgedeckt werden.
Dieses Beispiel macht klar, dass Impfungen sehr schnell in Verruf kommen können. Wir Kinder- und Jugendärzte haben uns immer wieder mit Argumenten und auch Zitaten und Veröffentlichungen von Autoren herumzuschlagen, die unwissenschaftlich und einseitig in esoterischen Zirkeln (hier ist auch das Internet eine wunderbare Spielwiese!) herumkursieren.
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Impfung gegen das Humane Papillom Virus (HPV)
Der seit jüngster Zeit zugelassene Impfstoff dient zur Vorbeugung des Gebärmutterhalskrebses, von hochgradigen Fehlbildungen im Bereich des Gebärmutteerhalses, von hochgradigen Fehlbildungen der Vulva und von äußeren Genitalwarzen, die durch die im Impfstoff enthaltenen vier Typen des humanen Papillomvirus verursacht werden.
Die Wirksamkeit des Impfstoffes wurde bei erwachsenen Frauen im Alter von 16 bis 26 Jahren und bei Kindern und Jugendlichen von 9 bis ca 13 Jahren untersucht.