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Impfung gegen krebsauslösende Viren! Impfungen
Impfung gegen das Humane Papillom Virus (HPV)
Der seit jüngster Zeit zugelassene Impfstoff dient zur Vorbeugung des Gebärmutterhalskrebses, von hochgradigen Fehlbildungen im Bereich des Gebärmutteerhalses, von hochgradigen Fehlbildungen der Vulva und von äußeren Genitalwarzen, die durch die im Impfstoff enthaltenen vier Typen des humanen Papillomvirus verursacht werden.
Die Wirksamkeit des Impfstoffes wurde bei erwachsenen Frauen im Alter von 16 bis 26 Jahren und bei Kindern und Jugendlichen von 9 bis ca 13 Jahren untersucht.

Die schützende Wirkung bei Männern wurde nicht überprüft.
Aufgrund des Übertragungsweges ist der ideale Impfzeitpunkt von Kindern und Jugendlichen noch vor dem Eintritt in das Sexualleben., d.h. von 9 – 13 Jahren. Allerdings soll der Impfzeitpunkt nicht auf diese Altersgruppe beschränkt bleiben, da bei weitem nicht alle Mädchen mit Eintritt in die Sexualität mit HPV infiziert werden. Auch ältere Frauen oder Frauen, die bereits Kontakt mit einem HPV- Virus hatten, profitieren von der Impfung. Eine Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert- Koch- Institut besteht zur Zeit nicht.
Was sind Humane Papillomviren?
wo kommen sie vor, wie werden sie übertragen und welche Erkrankunen können sie verursachen.
Papillomviren werden vorwiegend über direkten Haut- oder Schleimhatkontakt übertragen, in der Mehrzahl der Fälle beim Geschlechtsverkehr. Die Übertragung kann dabei auch beim nicht-penetrativen Sexualkontakt erfolgen. In seltenen Fällen kann das Virus bei der Geburt oder durch verunreinigte Gegenstände übertragen werden. Über 70% aller sexuell aktiven Frauen und Männer durchlaufen mindestens einmal im Leben eine HPV- Infektion. Der Häufigkeitsgipfel einer HPV- Infektion liegt zwischen dem 18. und 24. Lebensjahr.
Allerdings führt in vielen Fällen die Infektion mit HPV nicht zu einer Erkrankung, sondern das Immunsystem hilft erfolgreich den Erreger aus dem Körper zu verdrängen. Jedoch können Humane Papillomzellen nach der Infektion bestimmter Hautzellen, der s.g. Basalzellen zu krankhaften Veränderungen der Haut und Schleimhaut insbesondere im Genital- und Analbereich führen. Diese können sich zu Krebsvorstufen des Gebärmutterhalses, der Vagina und Vulva weiterentwickeln und führen unbehandelt zum Krebs der betroffenen Organe. Darüberhinaus verursachen sie sowohl Haut- als auch Genitalwarzen.
Von den bislang über 200 verschiedenen HPV- Typen befallen ca 50 ausschließlich den Menschen. Von besonder Bedeutung sind in diesem Zusammenhang zwei krebserregende Hochrisikotypen (TYP 16 und 18). Diese beiden Typen sind in Europa für 75% aller Fälle des Gebärmutterhalskrebses verantwortlich. Die für Betroffene psychisch enorm belastenden und schwierig zu behandelnden Genitalwarzen werden durch die beiden Niedrigrisikotypen 6 und 11 verursacht. Diese verursachen ca 90% aller Genitalwarzen.

 

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